agentur von b. https://vonb.de/ de-DE agentur von b. News Wed, 24 Apr 2019 08:54:37 +0200 Wed, 24 Apr 2019 08:54:37 +0200 TYPO3 EXT:news news-25 Tue, 02 Apr 2019 17:14:14 +0200 Anja Barlen-Herbig Hannover Messe: „Industrial Investment Konferenz 2019“| Suzhou Wuzhong Economic and Technological Development Zone stellt sich vor https://vonb.de/blog/artikel/hannover-messe-industrial-investment-konferenz-2019-suzhou-wuzhong-economic-and-technological-de.html Smart Factory, AI, intelligente Fertigung, Life Science – Zukunftsthemen standen im Fokus der „Industrial Investment Konferenz 2019“ – zu der die German-Chinese High-Tech Alliance (GCHA) gemeinsam mit dem Bezirk Suzhou-Wuzhong ins Wyndham Hannover Atrium eingeladen hat. Suzhou ist eine westlich von Shanghai gelegene Stadt, die bekannt ist für ihre Kanäle, Brücken und klassischen Gärten. Sie liegt im Herzen des Yangtse-Deltas, dem wirtschaftlich dynamischsten Impulszentrums Chinas. Die staatliche Wirtschaftszone – Suzhou Wuzhong Economic and Technological Development Zone (SWETDZ) – wurde im Jahr 1993 gegründet. 10.000 Unternehmen aus 19 verschiedenen Ländern haben sich dort inzwischen angesiedelt. Zu den bedeutendsten industriellen Sektoren zählen intelligente Fertigung, Autozulieferindustrie, Biomedizin und IT.

Mit der „Industrial Investment Konferenz 2019“ wollen die Veranstalter die deutsch-chinesische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie fördern. Im Mittelpunkt stand der Dialog zwischen deutschen Unternehmen und Vertretern der Suzhou Wuzhong Economic and Technological Development Zone.

Auf dem Podium diskutierten:
- Xiaodong Tang, Sekretär des Wuzhong Bezirksausschusses der Stadt Suzhou, China
- Peter Eisenschmidt, Wirtschaftsförderung Hannover
- Andreas Hube, Vice President, Head of China Liaison Office SAP
- Matthias Roebel, CEO und Co-Founder Minglabs GmbH

Die agentur von b. ist Mitglied der German-Chinese High-Tech Alliance e.V. (GCHA). Die Allianz wurde 2018 von deutschen und chinesischen Unternehmern in Frankfurt am Main gegründet. Zweck des Vereins ist es, den Austausch zwischen Wissenschaftlern, Unternehmern, Start-ups und Corporates, insbesondere in den Themen von Smart Factory, AI, Med Tech / Life Science und Elektromobilität aus China und Deutschland zu fördern.

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Mittelstand Veranstaltungen China
news-24 Tue, 26 Mar 2019 13:52:00 +0100 Anja Barlen-Herbig „Lassen Sie uns gemeinsam einen großen Kuchen backen und ihn gemeinsam verzehren!“ https://vonb.de/blog/artikel/lassen-sie-uns-gemeinsam-einen-grossen-kuchen-backen-und-ihn-gemeinsam-verzehren.html China Day 2019 in Berlin – eine sehr interessante Veranstaltung zu der die CHKD, der BDI und die DIHK für heute gemeinsam eingeladen hatten. Rund 300 Vertreter aus Wirtschaft und Politik folgten der Einladung. Der neue Botschafter der VR China, WU Ken, stellte sich vor und auch die Bedeutung der „neuen Normalität“ der chinesisch-deutschen Zusammenarbeit wurde in den Diskussionen deutlich. Sind Deutschland und China eher Partner oder Wettbewerber? Die Diskussionen um Technologietransfer, Elektromobilität, Digitalisierung – und natürlich die umstrittene One Belt, One Road-Strategie – wurden offen geführt, die unterschiedlichen Standpunkte selbstbewusst und kritisch herausgearbeitet – von chinesischer wie von deutscher Seite. Ein klarer, souveräner Dialog – das ist die neue Normalität. Deutlich wurde in der Diskussion aber auch: Beide Länder brauchen einander und können voneinander profitieren. Respekt und Verständnis für die kulturellen Unterschiede, seien die wesentlichen Ansätze, um sich aufeinander zuzubewegen. Um es mit den Worten des neuen Botschafters zu sagen: „Lassen Sie uns gemeinsam einen großen Kuchen backen und ihn gemeinsam verzehren!“

3er-Talk
−DUAN Wei, Hauptgeschäftsführer, CHKD
−Dr. Stefan Mair, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, BDI
−Dr. Volker Treier, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, DIHK
Moderation:Dr. Christian von Wistinghausen, BEITEN BURKHARDT

Diskussion: Chinesische und deutsche Unternehmen zwischen Kooperationen und Konkurrenz
−Verena Kantel, Head Pharma Health Policy International,Bayer AG
−Sophie Sun, Investor Relations Manager, Qingdao Haier Germany
−Matthias Zentgraf, President Europe, CATL
−ZHANG Hui, Managing Director, NIO GmbH
Moderation: Prof. Dr. Olaf Plötner, ESMT Berlin

Diskussion: China und Deutschland als digitale Innovationstreiber: Wer macht das Rennen bei den Technologien von morgen?
−Fabian Bahr, Leiter Büro Berlin, Giesecke+Devrient GmbH
−CHENG Lan, General Manager Western Europe, China Mobile International Ltd.
−Andreas Hube, Vice President, Head of China Liaison Office,SAP
−David Wang, Deputy CEO, Huawei Technologies GmbH
Moderation:Bernhard Bartsch, Bertelsmann-Stiftung

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Veranstaltungen China
news-23 Tue, 12 Mar 2019 10:29:14 +0100 Anja Barlen-Herbig „Industrial Investment Konferenz 2019“ | Industrielle Integration: Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie https://vonb.de/blog/artikel/industrial-investment-konferenz-2019-industrielle-integration-deutsch-chinesische-zusammenarbe.html Smart Factory, AI, Life Science und Elektromobilität – Zukunftsthemen stehen im Fokus der German-Chinese High-Tech Alliance e.V. (GCHA). Im Rahmen der Hannover Messe 2019 lädt die GCHA für Montag, 1. April, 16 bis 20.30 Uhr, gemeinsam mit dem Bezirk Suzhou-Wuzhong zur „Industrial Investment Konferenz 2019“ ins Wyndham Hannover Atrium ein. Suzhou ist eine westlich von Shanghai gelegene Stadt, die bekannt ist für ihre Kanäle, Brücken und klassischen Gärten. Sie liegt im Herzen des Yangtse-Deltas, dem wirtschaftlich dynamischsten Impulszentrums Chinas. Die staatliche Wirtschaftszone – Suzhou Wuzhong Economic and Technological Development Zone (SWETDZ) – wurde im Jahr 1993 gegründet. 10.000 Unternehmen aus 19 verschiedenen Ländern haben sich dort inzwischen angesiedelt. Zu den bedeutendsten industriellen Sektoren zählen intelligente Fertigung, Autozulieferindustrie, Biomedizin und IT.
Mit der „Industrial Investment Konferenz 2019“ wollen die Veranstalter die deutsch-chinesische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie fördern. Im Mittelpunkt steht der Dialog zwischen deutschen Unternehmen und Vertretern der Suzhou Wuzhong Economic and Technological Development Zone. Eine hochrangige Delegation aus Wirtschaft, Politik und Kultur der Stadt Suzhou wird bei der Konferenz anwesend sein.

Auf dem Programm stehen Vorträge und Grußworte von Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik:
- Xiaodong Tang, Sekretär des Wuzhong Bezirksausschusses der Stadt Suzhou, China
- Jörn Kater, Leiter der Metropolregion Hannover Bundesverband mittelständige Wirtschaft BVMW und Landesbeauftragter für Politik für die Regionen Niedersachsen und Bremen
- Andreas Hube, Vice President, Head of China Liaison Office SAP
- Matthias Roebel, CEO und Co-Founder Minglabs GmbH

Im Anschluss der Konferenz erwartet die Besucher ein Get-Together zum Netzwerken im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. Ein Anspruch auf Teilnahme besteht nicht.
Kontakt: Jia Song, Daniel Weiss, German-Chinese High-Tech Alliance e.V. | Am Neufeld 41 | 65933 Frankfurt am Main | Email: info@gcha.eu | Phone: +49 176 8086 4477.

Weitere Informationen zur „Industrial Investment Konferenz 2019“ unter https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6508083961950924800

Die agentur von b. ist Mitglied der German-Chinese High-Tech Alliance e.V. (GCHA). Die Allianz wurde 2018 von deutschen und chinesischen Unternehmern in Frankfurt am Main gegründet. Zweck des Vereins ist es, den Austausch zwischen Wissenschaftlern, Unternehmern, Start-ups und Corporates, insbesondere in den Themen von Smart Factory, AI, Med Tech / Life Science und Elektromobilität aus China und Deutschland zu fördern.

 

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Mittelstand Marketing
news-22 Thu, 14 Feb 2019 14:20:55 +0100 Anja Barlen-Herbig Corporate Blog gewinnt 2019 an Bedeutung | Erfolgreiches Blog-Marketing für Sichtbarkeit im Netz https://vonb.de/blog/artikel/corporate-blog-gewinnt-2019-an-bedeutung-erfolgreiches-blog-marketing-fuer-sichtbarkeit-im-netz.html Es lebe der Corporate Blog! Immer mehr Unternehmen kommunizieren mit Blogs – 2019 wird dieses Format noch mehr an Bedeutung gewinnen. Die Europäische Union verpflichtet künftig Websites und Apps zum Filtern von Inhalten. Uploadfilter sind der umstrittenste Teil der Reform. Die Befürchtungen sind groß, dass neben illegalen auch legale Inhalte blockiert werden. Eins zeichnet sich klar ab: Facebook & Co werden sich künftig nicht mehr als kostenloser Traffic-Booster nutzen lassen. Die eigene Website und der Corporate Blog werden zu Schlüsselinstrumenten, um die Sichtbarkeit im Netz zu halten – und zu steigern. Google steht nach wie vor auf gute Texte. Blog-Marketing sollte daher mehr denn je zur Content-Strategie eines erfolgreichen Unternehmens gehören. Qualitativ hochwertiger Content steht im Fokus

Herzstück eines jeden Blogs ist qualitativ hochwertiger Content. Professionelle Blog-Beiträge beantworten die Fragen der Zielgruppen, bieten dem Leser einen Mehrwert, bauen Transparenz und Vertrauen auf und positionieren so das eigene Unternehmen als Experte im Markt. Jeder Beitrag zahlt auf die Unternehmensmarke ein. Qualität geht daher vor Quantität. Das Bloggen sollten geschulte Mitarbeiter oder ausgebildete Journalisten übernehmen. Werbliche Schreibe ist verboten.

Jedes Unternehmen bietet einen Pool an interessanten Themen

Die Themenfindung stellt für viele Unternehmen die größte Herausforderung da – dabei steckt jedes Unternehmen voller Geschichten. Damit ist nicht die eine Veranstaltung gemeint oder der neue Vertragsabschluss mit einem Kunden, der Unternehmensalltag bietet einen Pool an interessanten Themen und Menschen. Auch der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus lohnt sich. Was bewegt die Branche? In welcher Verbindung steht das eigene Unternehmen zu aktuellen Ereignissen? Der Themenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig: Eine Verbindung zur eigenen Marke ist bei jedem Blogthema von Bedeutung. Journalistische Denke zahlt sich auch hier aus. Im Redaktionsplan können sowohl die Themen wie auch die Post-Frequenz definiert werden.

Der perfekte Blogbeitrag liest sich innerhalb von sieben Minuten

Mit der optimalen Länge eines Blog-Beitrag haben sich etliche Studien befasst. Die Ergebnisse ähneln sich: Suchmaschinen und Leser mögen längere Artikel. Blog-Beiträge, die mindestens 1000 Wörter umfassen, werden häufiger geteilt – und auch die Suchmaschinen lieben reichlich inhaltliches Futter. Je mehr Wörter ein Artikel besitzt, desto besser wird er ranken. Die Rankingposition eins bei google hat durchschnittlich 1.890 Wörter. „Der perfekte Blogbeitrag liest sich innerhalb von sieben Minuten“, bringt es eine Studie der Publishing-Plattform Medium auf den Punkt. Danach beginnt das Engagement der Leser zu sinken. Viele Blog-Beiträge sind mit 200 bis 600 Wörtern kürzer. Mit Blick auf die Posting-Frequenz und Snackable Content gibt es Argumente, die dafür sprechen: Kürzere Beiträge können schneller produziert werden – und werden die wichtigsten Inhalte so kurz wie möglich gehalten, können sie auch schneller konsumiert werden. Bei kurzen Artikeln muss allerdings beachtet werden, dass sie trotz ihrer geringen Wortanzahl hohen Informationsgehalt bieten müssen.

Sprachsuche wird für SEO relevant

 Guten Abend Siri ... das Suchverhalten der Internetnutzer wird sich in den kommenden Jahren noch weiter verändern. Immer mehr Menschen nutzen Voicesearch. Egal, ob Alexa, Siri oder der Google Assistant: Die Popularität der virtuellen Sprachassistenten nimmt stetig zu, sie spielen in der Zukunft eine immer wichtigere Rolle. Die Prognose des Marktforschungsunternehmens Comscore: Bereits im Jahr 2020 sollen 50 Prozent der Suchanfragen sprachbasiert sein. Die Nutzer sprechen ihre Suchanfragen schnell in ihr Handy, anstatt sie einzutippen. Auch Blogger werden hier mit Blick auf die SEO umdenken müssen – und die Frage im Blog so beantworten wie sie bei der Suchanfrage ins Handy gesprochen wird.

Neue Content-Formate im Blog

Es gibt etliche Formate, mit denen Blogs bespielt werden können. Blogcast ist das neue Buzzwort. Podcast und Blog verschmelzen zu einem neuen Content-Format. 99 Prozent der Blog-Beiträge sind textgetrieben, dabei eignet sich der Blog auch gut für Formate, die dem Zeitgeist nach Multioptionalität und Flexibilität entgegenkommen. Der Nutzer kann ihn unterwegs hören – beim Joggen oder Autofahren. Er vereint die Vorzüge beider Kanäle und gibt den Textbeitrag 1:1 wieder. Google die Audio-Suche noch weiter optimieren. Die Integration von Audio-Inhalten in die Google-Suche steigert folglich die Sichtbarkeit von Blogcasts, Unternehmen und deren Corporate Blogs. Generell kann jeder Text vertont werden, ganz gleich ob Pressemeldungen, Blogposts, Expertenbeiträge oder Whitepaper. Professionalität ist jedoch auch hier gefragt: Bei der internen Erstellung der Audio-Dateien muss auf hochwertiges Equipment und einen professionellen Sprecher geachtet werden.

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Content Marketing Marketing
news-21 Wed, 30 Jan 2019 15:31:13 +0100 Anja Barlen-Herbig Die Frage nach dem tieferen Sinn | Purpose Driven Marketing – Ethische Werte als Markenkern https://vonb.de/blog/artikel/die-frage-nach-dem-tieferen-sinn-purpose-driven-marketing-ethische-werte-als-markenkern.html Sich in der Kommunikation allein auf sich und die eigenen Produkte zu konzentrieren, reicht in Zukunft nicht mehr. 2019 werden Marken mehr denn je Stellung beziehen müssen. Konsumenten erwarten, dass Marken zu vollständiger Transparenz bereit sind und dabei eine ethisch verantwortungsvolle Unternehmensführung offenbaren. Willkommen im Zeitalter von Purpose Driven Marketing. Manche nennen es auch Marketing 3.0, während Marketingkoryphäen wie Philip Kotler bereits seit einigen Jahren von der „Vermenschlichung“ der Marke und Marketing 4.0 sprechen.

Zweckgetriebenes Marketing ist angesagt. Ein Unternehmen muss mehr bieten, als „nur“ das Produkt. Eine Philosophie, Wertvorstellungen, ein tieferer Sinn und soziale Verantwortung sind gefragt. Die Frage nach dem Warum bewegt die Menschen. Warum ist ein Unternehmen angetreten? Geht es rein um Profit, wird es das Unternehmen schwer haben in der Zukunft. Gesellschaftliches Engagement wird zum markenbildenden Kern eines Unternehmens. Dafür sind Verbraucher sogar bereit, tiefer in die Tasche zu greifen, wie Studien offenlegen. Prophet | mccannworldgroup Eine Werbekampagne, ein Slogan oder ein oberflächliches Bekenntnis reichen dafür jedoch nicht aus.

Es gibt Unternehmen, die leben noch das Marketing 1.0. Das Produkt steht im Zentrum. Ziel ist es: das Produkt zu verkaufen. Viele Unternehmen sind schon im Marketing 2.0 angekommen. Dem Kunden gilt die Aufmerksamkeit. Die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung sind von Bedeutung. Die Kommunikation ist emotional geprägt. Marketing 3.0 verfeinert diesen Ansatz. Die digitale Welt lässt die Sehnsucht nach starken, menschlichen Werten neu aufkeimen. Unternehmen, die nicht rein profitorientiert wirtschaften, sondern dabei einem höheren Zweck folgen, genießen bei Konsumenten einen besonders guten Ruf.

Marketing 3.0 bedeutet, dass sich die Unternehmen nicht mehr auf den Verbraucher konzentrieren, sondern auf den Menschen. Marketing würde in Zukunft bedeuten, dass die unternehmerische Verantwortung zum „Gegenpol der Rentabilität“ wird“, formulierte Philip Kotler schon vor einigen Jahren.

Purpose Driven Marketing erlaubt es einem Unternehmen über gemeinsame Wertvorstellungen und Bedürfnisse, zu einer Zielgruppe eine Verbindung aufzubauen. Der Wertewandel in der Gesellschaft verbindet sich mit dem Ansatz des „humanistischen Marketings“, bei dem der „Mensch“ mit seinen Wertvorstellungen und Visionen im Mittelpunkt steht. Die Herausforderung für Unternehmen: Produkte, Dienstleistungen und Unternehmenskulturen zu entwickeln, in denen sich die menschlichen Werte widerspiegeln.
Philip Kotler zeigt in seinem Buch „Marketing 4.0“  u.a. Strategien zur „Vermenschlichung“ einer Marke auf. Er nahm dafür menschliche Leader genauer unter die Lupe. Was macht gerade sie für andere attraktiv, zu einem Vorbild. Seines Erachtens müssten Brands genau diese Eigenschaften haben, um sich ihren Kunden als Freunde zu präsentieren: physische Präsenz, Sozialverhalten, Emotivität, Zuverlässigkeit und Moral.

 

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news-20 Tue, 29 Jan 2019 14:37:32 +0100 Anja Barlen-Herbig Marketing und PR verschmelzen | Buzzword Content-PR https://vonb.de/blog/artikel/marketing-und-pr-verschmelzen-buzzword-content-pr.html Die digitale Transformation verändert die Unternehmenskommunikation. Klassische PR ist kein Zukunftsmodell. Der Medienwandel erfordert ein Umdenken: PR der Zukunft ist interdisziplinäre Kommunikation, die Grenzen der Abteilungen verwischen und es findet ein Paradigmenwechsel von der Content Creation bis zur Distribution statt. Lange Zeit hat sich die PR vom Marketing abgegrenzt – und auch umgekehrt. Die einen formulierten: Wir müssen verkaufen! Die anderen hielten dagegen: Dazu braucht ihr ein positives Image! Die Zukunft wird beide Disziplinen näherbringen – Content PR bringt eine Verschmelzung, die für viele noch neu und vor allem ungewohnt ist.

Content Marketing sorgt seit Jahren für lebhafte Diskussionen. Content Marketing ist ein strategischer Ansatz des Marketings. Der Fokus liegt auf Texten mit Intention. Redaktionelle Inhalte rücken ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Marke in den Mittelpunkt. PR hingegen bestimmt die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens – sie umfasst das komplette Kommunikationsmanagement. PR kommuniziert mit Stakeholdern und Kunden ebenso wie mit Journalisten. Einige Presse-Verantwortliche schauen noch immer skeptisch auf Content Marketing, in der die klassische Pressearbeit unter anderem mit Werbung, Journalismus und Customer Relation Management verschmilzt.

Die Ziele beider Abteilungen werden bislang noch häufig getrennt betrachtet: Die PR stellt das Unternehmen in den Mittelpunkt, will ein positives Image aufbauen. Das Marketing fokussiert sich ausschließlich auf den Kunden, will neue Kunden generieren. Im Mittelpunkt beider Strategien stehen jedoch hochwertige erstklassige Inhalte, um die jeweiligen Zielgruppen zu erreichen. Modernes Marketing setzt längst nicht mehr auf platte Werbebotschaften, sondern orientiert sich an den Ansprüchen der Kunden. PR bewegt sich in Richtung Content Marketing und bespielt die unterschiedlichsten Kanäle. Content Marketing bietet Kommunikatoren die Chance, die Story ihres Unternehmens aktiv zu erzählen, sie mit eigenen Themen zu moderieren und damit letztlich die Marke in der Öffentlichkeit zu steuern.

Erfolgreiches Marketing und PR erfordern ein Zusammenwachsen beider Disziplinen – einen 360 Grad Blick, dessen Zentrum der Content ist. Der Denkansatz muss beim Content anfangen – alle Kanäle müssen gemeinsam gedacht und dann individuell bespielt werden. Die übergeordnete Content-Strategie gibt die Richtung vor. Das Marketing sollte sich an der PR orientieren und umgekehrt. Nur dann ist es möglich, relevante erstklassige Inhalte zu vermitteln, mit denen sowohl PR als auch Marketing die angestrebten Ziele erreichen.

Die inhabergeführte agentur von b. ist spezialisiert auf integrierte Kommunikations- und Marketingstrategien.

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Content Marketing PR Marketing
news-17 Mon, 28 Jan 2019 10:25:00 +0100 GFK-Studie: 90 Prozent kennen digitale Sprachassistenten – Nutzung aber noch gering https://vonb.de/blog/artikel/gfk-studie-90-prozent-kennen-digitale-sprachassistenten-nutzung-aber-noch-gering.html Nach einer aktuellen Studie der GfK SE im Auftrag der Deutschen TV-Plattform sind digitale Sprachassistenten den meisten Menschen geläufig. Im Rahmen der Studie wurden Mitte August dieses Jahre 1.006 Frauen und Männern in Deutschland ab 14 Jahren per CAWI (Computer Assisted Web Interview) befragt. 91 Prozent der Befragten kennen Alexa, 79 Prozent Siri und 76 Prozent den Google Assistant. Der hohe Bekanntheitsgrad spiegelt sich jedoch noch nicht in der generellen Nutzung durch die Befragten wider (Alexa: 13 Prozent, Apple Siri: 16 Prozent, Google Assistant: 15 Prozent). Ein Grund dafür dürfte in der Haushaltsausstattung liegen. Zwar besitzen über zwei Drittel der Studienteilnehmer (69 Prozent) ein Smartphone, das über Spracheingabe bedient werden kann. Die Werte für Streaming-Geräte (25 Prozent), TV-Geräte (21 Prozent) und Smart-Speaker (10 Prozent) mit der Möglichkeit zur Sprachsteuerung fallen allerdings noch deutlich niedriger aus.

Das schlägt sich entsprechend in der Verteilung der Nutzungsquoten nieder: Der Löwenanteil der Sprachsteuerung entfällt mit 38 Prozent auf mobile Geräte, z. B. für die Internetsuche oder den Abruf von Verkehrsinfos. 22 Prozent nutzen die Assistenten stationär zuhause, etwa für den Abruf von Nachrichten oder Wetterinfos. 14 Prozent der befragten Personen steuern ihre TV- und Streaming-Geräte per Sprachbefehl. Kaum eine Rolle spielen die digitalen Assistenten für Online-Shopping (5 Prozent). Wer für den Medienkonsum auf die Unterstützung von Alexa oder Google Assistant zurückgreift, tut dies in erster Linie für die Suche nach Inhalten (55 Prozent) oder zum Starten von Filmen und Serien (53 Prozent). Auch das Starten einer App auf einem Smart-TV (46 Prozent) oder das Umschalten von TV-Programmen (40 Prozent) per Spracheingabe werden gern genutzt. Ganz oben auf der Liste wünschenswerter Funktionen für die Zukunft rangiert die Programmierung von Aufnahmen (28 Prozent), gefolgt vom Vorlesen von Informationen zu bestimmten Inhalten (18 Prozent). 51 Prozent glauben, dass die Fernbedienung künftig von der Sprachbedienung abgelöst wird.

Aus Sicht der „Nicht-Nutzer“ von digitalen Sprachassistenten ist vor allem die Bedienung noch zu umständlich (28 Prozent); ferner hegen 26 Prozent aus dieser Gruppe Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Bei der Gesamtheit aller Befragten spielt der Datenschutz zwar eine wichtige, aber keine herausragende Rolle. 70 Prozent der Befragten äußern hier nur etwas oder gar keine Bedenken. Quelle: Deutsche TV Plattform e.V.

 

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Marketing
news-18 Thu, 20 Dec 2018 09:35:46 +0100 Was unterscheidet PR-Profis vom Durchschnitt? Studie „Exzellenz in der Unternehmenskommunikation“ https://vonb.de/blog/artikel/was-unterscheidet-pr-profis-vom-durchschnitt-studie-exzellenz-in-der-unternehmenskommunikation.html Was macht exzellente Unternehmenskommunikation aus? Dieser Frage ging eine gemeinsame Studie der Hochschule Mainz, der Agentur Faktenkontor sowie der dpa-Tochter News Aktuell nach. In der Auswertung identifizierten die Analysten Erfolgsfaktoren, die für den entscheidenden Unterschied zwischen "PR-Basisexperten" und "Kommunikationselite" verantwortlich sind. Exzellente Unternehmenskommunikation folgt stabilen Mustern – insgesamt wurden zehn signifikante Merkmale identifiziert, in denen sich die Elite der Kommunikatoren von den Durchschnittsprofis unterscheidet. Im Wesentlichen sind es jedoch vier Aspekte, die die Qualität der Unternehmenskommunikation bestimmen:
Exzellente Kommunikationsabteilungen bewerten die Bedeutung der Reputation des Unternehmens deutlich höher als Durchschnittsprofis – und zeichnen sich darüber hinaus durch Reputationscontrolling aus. Auf die Messung von Imagewerten und der Reputation legen 87 Prozent der Unternehmen der Kategorie „Kommunikationselite“ Wert, aber nur 61 Prozent der „PR-Basisexperten“
Des Weiteren agiert die Elite als Partner der Unternehmensführung. Kommunikationsmaßnahmen entstehen Top-Down-geleitet und in enger Abstimmung mit dem Management. Verstehen sich 48 Prozent der exzellenten Kommunikationsabteilungen vor allem als Businesspartner der Unternehmensführung, setzen durchschnittliche Abteilungen ihre Ziele selbst oder leiten sie aus der Unternehmensstrategie ab.
Ein weiterer signifikanter Erfolgsfaktor ist die Fokussierung auf die Bedürfnisse der Stakeholder. 45 Prozent der „Kommunikationselite“ stellen den Kunden in den Mittelpunkt ihrer Kommunikation. Das tut nur jeder dritte „PR-Basisexperte“ (35 Prozent).
Schlussendlich entscheidet die Kommunikationsstruktur im Haus über den Erfolg. Die „Netzwerk-Kommunikation“ ist in den Unternehmen der „Kommunikationselite“ (59 Prozent) deutlich ausgeprägter als bei den „PR-Basisexperten“ (36 Prozent).

Für die Studie „Exzellenz in der Unternehmenskommunikation“ wurden 220 Fach- und Führungskräfte aus Pressestellen in deutschen Unternehmen zwischen März und Mai 2018 befragt. Sie mussten 49 Fragen zur allgemeinen Unternehmenskommunikation und PR, Medienarbeit, interne Kommunikation, Onlinekommunikation und Digitalisierung beantworten. Weitere Details: https://www.pressesprecher.com/nachrichten/was-erfolgreiche-pr-abteilungen-anders-machen-1396756488

 

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news-16 Mon, 26 Nov 2018 14:48:01 +0100 Anja Barlen-Herbig Auf Erfolgskurs – Content-Marketer tragen das journalistische Wissen in Unternehmen hinein https://vonb.de/blog/artikel/auf-erfolgskurs-content-marketer-tragen-das-journalistische-wissen-in-unternehmen-hinein.html Content Marketing wird auch 2019 weiter an Bedeutung gewinnen. Traditionelle Marketinginstrumente funktionieren nicht mehr. In der Kommunikation von Unternehmen vollzieht sich ein grundsätzlicher Strukturwandel, der zum Verschwinden klassischer Marketingdenke führen wird. Unternehmen entwickeln sich zu Marken, Marken zu Medien, Content Marketing zum Profit Center. Zunehmend mehr große Unternehmen gründen ihre eigenen Agenturen – Daimler und ThyssenKrupp sind nur die Vorreiter. Die Basisstudie 2018 des Content Marketing Forums zeigt auf, welche bedeutende Größe Content Marketing bereits heute im Marketing-Mix hat und wie sich sein Anteil bis 2021 noch vergrößern wird. Die Digitalisierung macht es möglich: Die digitalen Medien erlauben heute auch kleinen Unternehmen ohne gewaltige Investitionen aufmerksamkeitsstark Botschaften zu setzen. Alles, was man dazu braucht sind: integrierte Konzepte, authentische Botschaften, interessante Geschichten – und journalistisches Know-how. Content-Marketer tragen das journalistische Wissen in Unternehmen hinein. Ist Content Marketing Journalismus oder Werbung? Es ist Werbung mit den Mitteln des Journalismus. Integres Content Marketing ist immer authentisch und glaubwürdig – und führt automatisch zu Resonanz. Darüber hinaus ist der Erfolg messbar. Im Gegensatz zur klassischen Werbung kann beim Content Marketing die Wirkung exakt bestimmt werden; wenn’s nicht läuft, ändert man Strategie oder Kampagne.

Interessante Ergebnisse der CMF-Basisstudie 2018:

  • Unternehmen im D-A-CH- Raum investieren jährlich acht Milliarden Euro in CM
  • Seit 2010 sind die Investitionen um 81 Prozent gestiegen
  • 4,6 Milliarden entfallen auf digitale Medien – 3,4 Milliarden auf Printmedien
  • Je ein Drittel der jährlichen Investitionen entfallen auf B2B und B2C
  • Drei von vier Unternehmen, die heute CM nutzen, rechnen mit weiter steigenden Budgets
  • bis 2021 werden die Investitionen jährlich im Schnitt um 10% zunehmen
  • die Content-Marketing-Strategie wird zunehmend als Weg zum Erfolg erkannt: Zwei Drittel der Firmen geben an, über eine definierte Strategie zu verfügen
  • Content Marketing wird stärker als Vertriebsunterstützung eingesetzt
  • Erfolgsmessung wird  als Must-have erkannt – sieben von zehn Unternehmen haben ein Konzept zur Erfolgsmessung Neue Formen der Zusammenarbeit mit Agenturen werden an Bedeutung gewinnen
  • 95% der Unternehmensvertreter beurteilen die Effektivität ihrer CM-Aktivitäten insgesamt als hervorragend oder (sehr) gut

Alle Ergebnisse der Studie sind abrufbar unter CMF-Basisstudie 2018.

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Kommunikation Marketing
news-14 Mon, 19 Nov 2018 12:26:46 +0100 Health Media Award 2019 - der Oscar der Gesundheitsbranche | Kommunikation und Marketing im Fokus https://vonb.de/blog/artikel/health-media-award-2019-der-oscar-der-gesundheitsbranche-kommunikation-und-marketing-im-fokus.html Anja Barlen-Herbig ist für die agentur von b. GmbH in die Grand Jury des Health Media Award berufen worden. Einzigartige Leistungen in Marketing und Kommunikation stehen im Fokus: Beim Health Media Award 2019 – dem „Oscar“ der Gesundheitsbranche. 2019 wird der Healthcare-Award zum 11. Mal ausgelobt – ausgezeichnet werden die besten Kommunikationsleistungen in 20 Kategorien und Spezialkategorien. Die unabhängige Jury aus Experten der Kommunikations- und Marketingbranche wählt aus allen Einsendungen die innovativsten Maßnahmen aus – Preisverleihung ist bei der HMA®-Awardnight im September 2019 im traditionsreichen Prachtbau „Flora Köln – Palais im Park“. 400 Preisträger in elf Jahren haben Maßstäbe gesetzt, haben den hohen Anspruch begründet, den der Preis in der Branche hat. Die ausgezeichneten Gewinner reichen von der Fachpraxis bis zum Bluechip-Konzern, herausragenden Reportagen, Podcasts, smarter Audiologie, von der Patienteninitiative bis zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Kommunikation vom Feinsten, Kreation von den Besten – mitmachen kann jeder, der innovative Wege in der Gesundheitskommunikation geht: Agenturen oder Hersteller, Verband oder Organisation, Forschungs- oder Lehreinrichtung, der Preis steht allen offen. Auch im kommenden Jahr wird zudem wieder der Ehren-Health:Angel verliehen: Der Spezialpreis der Jury soll 2019 außer Konkurrenz für ein humanitäres Projekt vergeben werden. Ehren-Health-Angel der letzten Jahre waren: Ärzte ohne Grenzen, Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V., Ein-Dollar-Brille, und die Deutsche AIDS.

Transparenz ist beim HMA® bedeutend – der Health Media Award e.V. ist unter der Aufsicht von Dr. jur. Rainer Weck zugleich Garant dafür, dass beim Award alles seine Ordnung hat. So bewerten die Juroren bei einer öffentlich zugänglichen Jurysitzung im August 2019 jeden einzelnen Beitrag nach einem klaren Kriterienkatalog. Bei dem transparenten Bewertungssystem kommt es unter anderem auf die Relevanz des Themas, die Idee und die Kreativität der jeweiligen Bewerbung an. Bei der Jurysitzung nicht anwesende Juroren haben die Möglichkeit, über ein cloudbasiertes Onlinesystem Punkte zu vergeben.

Einsendeschluss ist der 1. August 2019. Aus allen Kurzanmeldungen werden schon beim ersten Screening die Projekte ausgewählt, die die größten Chancen auf eine Auszeichnung in der jeweiligen Kategorie haben. Über die Nominierung wird monatlich entschieden. Vom Jurypräsidenten ausgewählte Finalisten haben zudem die Möglichkeit, sich in einem "Elevator Pitch" persönlich den Juroren zu präsentieren und deren Fragen zu beantworten.

Weitere Informationen, die Preisträger aus 10 Jahren und Anmeldung zum Health Media Award 2019 unter www.healthmediaaward.com.

 

 

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Veranstaltungen Kommunikation Marketing
news-13 Fri, 16 Nov 2018 12:55:04 +0100 Anja Barlen-Herbig China 2030 Tourismusland Nr. 1 https://vonb.de/blog/artikel/china-2030-tourismusland-nr-1.html China wird Frankreich bis zum Jahr 2030 als weltweit führendes Reiseziel überholen, so die Einschätzung der Düsseldorfer Marktforschungsgruppe Euromonitor International, in ihrer Anfang November veröffentlichten Studie „Megatrends Shaping the Future of Travel“. Asiens wachsende Mittelschicht wird künftig mehr Geld für Reisen ausgeben. Damit könnte China Frankreich bis 2030 als weltweit beliebtestes Reiseziel ablösen. 2018 sind insgesamt 1,4 Milliarden Reisen rund um die Welt unternommen werden, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der anhaltende Tourismusboom konzentriert sich laut Studie zum Großteil auf den asiatisch-pazifischen Raum – der in diesem Jahr ein Tourismuswachstum von 10 Prozent verzeichnete. Die Region profitiert vor allem vom schnellen Wirtschaftswachstum ihrer Länder und den damit einhergehenden Einkommenszuwächsen der größer werdenden Mittelschicht – die ihr verfügbares Einkommen gern für Freizeitaktivitäten inklusive Reisen ausgibt. In den nächsten 12 Jahren werden bis zu 2,4 Milliarden internationale Reisen erwartet – China soll sich bis zum Jahr 2030 zum größten Markt für einreisende Touristen entwickeln. Neben den gestiegenen Einkommen, sind gelockerte Visabestimmungen sowie große Sportereignisse wie die Olympischen Winterspiele 2022 für diesen Boom verantwortlich.

Der Tourismus ist eine der tragenden Säulen der chinesischen Wirtschaft. China steht nun, nach Angaben der Welttourismusorganisation, an vierter Stelle der Liste der am meisten besuchten Länder der Welt. Frankreich, die Vereinigten Staaten und Spanien nehmen die ersten drei Plätze ein.

 

 

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Tourismus China
news-12 Wed, 14 Nov 2018 12:14:59 +0100 Anja Barlen-Herbig „Wir schlagen ein weiteres Kapitel der erfolgreichen deutsch-mexikanischen Wirtschaftsbeziehungen auf“ https://vonb.de/blog/artikel/wir-schlagen-ein-weiteres-kapitel-der-erfolgreichen-deutsch-mexikanischen-wirtschaftsbeziehungen-au.html Die Allgaier-Group ist weiter auf Expansionskurs – das Unternehmen aus Uhingen in Baden-Württemberg erweitert seine Aktivitäten in Mexiko um einen zweiten Produktionsstandort. Nach neun Monaten Bauzeit und 15 Millionen USD Investition eröffnete Prof. Dr. Dieter Hundt, Aufsichtsratsvorsitzender der Allgaier-Group, im Oktober im Bundesstaat Aguascalientes ein neues Montagewerk zur Fertigung von Karosseriekomponenten für den deutschen Automobilhersteller Daimler. 100 neue Arbeitsplätze werden dadurch geschaffen. „Mit diesem Werk in Aguascalientes schlagen wir ein weiteres Kapitel der erfolgreichen deutsch-mexikanischen Wirtschaftsbeziehungen auf“, hob Hundt in seiner Eröffnungsrede hervor. „Als Allgaier die Aktivitäten in Mexiko startete – die Entscheidung wurde im Übrigen im Gespräch mit dem Vorstand von VW (Dr. Garcia Sanz) ... im Rahmen eines Fußballspiels geboren ... – war das Investment durchaus mit einem finanziellen Risiko verbunden. Weil Mexiko von der Weltwirtschaftskrise 2008 und 2009 besonders betroffen war. Heute ist Allgaier de Puebla, das am schnellsten wachsende Unternehmen innerhalb der Allgaier-Group!“

Allgaier investiert seit 2008 in den Wachstumsmarkt Mexiko – 2011 wurde das Werk von Mexiko City nach Puebla verlegt. Allgaier de Puebla ist in den letzten Jahren kontinuierlich zu einem erfolgreichen Pressteile- und Montagewerk mit einer Produktions- und Lagerfläche von über 12.000 m2 erweitert worden.

Die Allgaier-Group ist ein mittelständisches Unternehmen. Mehr als 2000 Mitarbeiter erwirtschafteten im letzten Jahr, dem erfolgreichsten Jahr der Firmengeschichte, über 440 Millionen Euro Umsatz. Ganz wesentlich war dies auch auf das Wachstum von Allgaier de Puebla zurückzuführen. Mit insgesamt 12 Gesellschaften und zahlreichen Vertretungen weltweit, die in den Bereichen Automobilzulieferer und Maschinen- und Apparatebau tätig sind, ist die Allgaier-Group sowohl in den traditionellen Industrieländern als auch in den international aufstrebenden Wachstumsmärkten präsent.

Neben der Fertigung von Strukturteilen für die Automobil- und Zulieferindustrie zählt auch die Montage von komplexen Schweißbaugruppen zu den Kompetenzen des Standortes in Puebla. Angesiedelt in der Nähe wichtiger OEMs hat sich Allgaier de Puebla im mexikanischen Markt als ein zuverlässiger und wettbewerbsfähiger Partner etabliert. Das Unternehmen fertigt Karosserieteile und komplexe Baugruppen für die VW-Modelle Jetta, Beetle, Golf und Golf Variant sowie für den neuen Q5 von Audi. Nach einem Jahresumsatz 2009 in Höhe von 15 Millionen USD – werden in diesem Jahr bis zu 60 Millionen USD erwartet. Mit dem neuen Werk in Aguascalientes und den neuen Aufträgen wird in den nächsten zwei Jahren ein Umsatz von 100 Millionen USD angestrebt.

„Der Erfolg von Allgaier de Puebla spiegelt die Kontinuität und Entwicklung der deutsch-mexikanische Wirtschaftsbeziehungen wider“, so Prof. Hundt in seiner Ansprache. Bereits Alexander von Humboldts Bericht über seine Mexiko-Reise von 1803/04 habe die Faszination Deutschlands für Mexiko geweckt. Sie sei seither ungebrochen. Umgekehrt erfreue sich Deutschland traditionell hohen Ansehens in Mexiko. „Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Mexiko entwickeln sich sehr dynamisch und sind von hohen und weiterwachsenden deutschen Investitionen in Mexiko geprägt. Der Handelsaustausch erreichte 2017 ein Volumen von rund 23 Mrd. USD.“

Die Automobilindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig in Mexiko. Über 875.000 Menschen sind in dem Sektor beschäftigt. Obwohl die Branche nur gut drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, fließen rund 20 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in die Autoindustrie. Derzeit ist Mexiko der siebtgrößte Automobilstandort der Welt, bis 2020 will das Land in die Top Five aufrücken. Am Wachstum der mexikanischen Produktion haben auch deutsche Unternehmen ihren Anteil. VW ist in der Millionenstadt Puebla seit Jahrzehnten vertreten, seit 2013 werden auch in Silao Volkswagen montiert. In Puebla baut VW jährlich bis zu 420.000 Fahrzeuge verschiedener Modelle.  Audi fertigt seit Herbst 2016 in Mexiko den Audi Q5 für den Weltmarkt. BMW will im kommenden Jahr ein Werk in Betrieb nehmen, in dem das 3er-Modell für den nordamerikanischen Markt gefertigt werden soll. Und in Aguascalientes ist es die Daimler AG – die A- und B-Klasse für Nordamerika soll dort produziert werden.

Autor: Anja Barlen-Herbig

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Mittelstand
news-11 Mon, 12 Nov 2018 15:56:33 +0100 ALBA-Delegation begleitet Außenminister Maas nach Peking https://vonb.de/blog/artikel/alba-delegation-begleitet-aussenminister-maas-nach-peking.html ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi und Vizepräsident Henning Harnisch reisen auf Einladung des Auswärtigen Amts nach China: Sie begleiten Bundesaußenminister Heiko Maas auf seiner Reise nach Peking und bilden dort den sportlich-kulturellen Rahmen des Delegationsbesuches. In China ist der Basketball mit 400 Millionen aktiven Spielern Sportart Nummer eins. ALBA BERLIN verbindet seit 2011 mit seinem China-Programm deutsche und chinesische Basketballer auf verschiedenen Ebenen miteinander. Ob Schüler, Studenten, Profis oder Unternehmer – der Sport ist die Brücke zwischen den Ländern, Kulturen und Sprachen. Durch interkulturelle Turniere, Camps, Fortbildungen und Austausche konnte ALBA BERLIN in den letzten Jahren mehr als 10.000 junge Chinesen und Deutsche miteinander in Kontakt bringen.  ALBAs Profimannschaft besuchte seit 2011 bereits drei Mal das Reich der Mitte, um sich mit Teams der chinesischen Profiliga CBA zu messen.

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news-10 Fri, 09 Nov 2018 09:23:51 +0100 Kreativität schlägt Krawall | Neue Studie zur Werbewirkung https://vonb.de/blog/artikel/kreativitaet-schlaegt-krawall-neue-studie-zur-werbewirkung.html Erfolgreiche Werbung braucht ein strategisches Fundament. Und: emotionaler Krawall schadet der Marke. Das sind zwei von mehreren Kernergebnissen der Studie „Die wahren Werbetreiber: Kreativität schlägt Krawall“, in der die besten 200 deutschsprachigen Kampagnen inklusive aller Effie-Preisträger und -Finalisten der vergangenen zehn Jahre untersucht wurden. Die Studie wurde von der Unternehmensberatung McKinsey, dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA und BBDO realisiert. Mehr als 30 ehemalige Effie-Juroren bewerteten für die Studie alle Kampagnen mit Blick auf Relevanz, Konsistenz und Glaubwürdigkeit, Originalität, Motivation und Purpose 
sowie Aktivierung, Umsetzung und Popularität. Diese Ergebnisse der Kampagnen-wirkungen wurden mit den Daten des YouGov Brandindexes verglichen, für den in Deutschland täglich rund 2.000 Verbraucher zur Wahrnehmung von 1.200 Marken  befragt werden.
Wesentliche Ergebnisse der Studie sind:
    •    Erfolgreiche Werbung braucht ein starkes strategisches Fundament. Alle erfolgreichen Kampagnen haben ein klares und glaubwürdiges Nutzenversprechen, Konsistenz mit früheren Kampagnen und eine Tonalität, die zur Marke passt. Von den vier hervorstechendsten Eigenschaften erfolgreicher Kampagnen fallen drei in den Bereich Strategie.
    •    Emotionaler Krawall schadet der Marke. Kampagnen, die auf sehr plakative Motive setzen, beeinflussen die Einstellungen und das Verhalten der Verbraucher kaum. Wenn der Bezug zum Produkt fehlt, kann übertrieben gefühlsduselige oder hyperaktive Werbung das Markenimage sogar negativ beeinflussen: Krawall schreckt ab.
    •    Kreativität macht sich bezahlt. Die wirksamsten Kampagnen zeichnen sich durch den wohldosierten Einsatz von Humor und durch unterhaltsame, spannende oder berührende Geschichten aus. Die erfolgreichsten Kampagnen nutzen diese Elemente bis zu 31% häufiger als weniger erfolgreiche Kampagnen. Der optimale Mix der kreativen Elemente hängt dabei stark von der Markenpositionierung, dem Kommunikationsziel und dem jeweiligen Wettbewerbsumfeld ab.
   •    Werbewirkung braucht Zeit. Kampagnen benötigen Zeit, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Der stärkste Einfluss einer Kampagne auf Kaufabwägung und Kaufabsicht zeigt sich erst nach vier Monaten nach dem Ende der Aktivierung.

Mit einem GWA Effie werden nur nachweislich erfolgreiche und effektive Kommunikationsmaßnahmen ausgezeichnet. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Effie-Preisträger und -Finalisten über alle Branchen und Kennzahlen hinweg eine überdurchschnittliche Wirkung erzielen, von der Werbeerinnerung bis zur Weiterempfehlung. Diese Kampagnen wirken bis zu fünfmal so stark wie andere Kampagnen, die zur gleichen Zeit gelaufen sind.
Die Untersuchungen wurden mit Unterstützung der Marktforschungsagentur YouGov und der ISM International School of Management realisiert.Der GWA Effie wird seit 1981 vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA für Effektivität in der Marketingkommunikation vergeben.

Quelle und weitere Informationen www.gwa.de – Pressemappe inkl. Studie: http://bit.ly/2AIkGGl

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news-7 Mon, 15 Oct 2018 14:38:08 +0200 Deutscher Wirtschaftsbuchpreis für "Die Chinesen - Psychogramm einer Weltmacht" https://vonb.de/blog/artikel/deutscher-wirtschaftsbuchpreis-fuer-die-chinesen-psychogramm-einer-weltmacht.html Für ihr Buch "Die Chinesen - Psychogramm einer Weltmacht", erschienen im Econ-Verlag, haben Stefan Baron und Guangyan Yin-Baron den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2018 gewonnen. Die Jury wählte das Buch aus einer Shortlist von zehn Titeln zum besten Wirtschaftsbuch des Jahres. Der Preis wurde im Rahmen der Frankfurter Buchmesse bei einer feierlichen Gala überreicht. Die Autoren beschreiben faktenreich das Denken und Fühlen des bevölkerungsreichsten Landes der Welt von kollektiven Vorstellungen über Familie, Hierarchie und Moral bis zu den ökonomischen und geopolitischen Ambitionen Chinas. Sie schildern das Selbstverständnis des Landes von Konfuzius über Mao bis heute und gewichten die "chinesische Herausforderung" und die Folgen für den Westen. Die Jury lobte die klare Sprache und den hohen Gebrauchswert des Buches.

Die Jury, zusammengesetzt aus hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, entschied sich für das Buch, weil es fundiert und lehrreich über Chinas Wirtschaft, Politik, Geschichte, Gesellschaft, Kultur und Philosophie aufklärt. "Ein Buch zur richtigen Zeit, das gefehlt hat, ein Crash-Kurs der globalen Situation", urteilte die Jury, "ein Buch, das jeder Wirtschaftslenker lesen sollte, vor allem vor dem Hintergrund des heraufziehenden Handelskriegs zwischen den USA und China und der zunehmenden Verflechtung der deutschen und der chinesischen Wirtschaft".

Der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis wird verliehen vom Handelsblatt, der Frankfurter Buchmesse und der Investmentbank Goldman Sachs, die das Preisgeld stiftet.

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news-5 Fri, 12 Oct 2018 15:43:40 +0200 Anja Barlen-Herbig Buchtipp und 3 SAT-Interview: Asia 2030 – Dr. Karl Pilny https://vonb.de/blog/artikel/buchtipp-und-3-sat-interview-asia-2030-dr-karl-pilny.html Buchtipp: Die neue Weltmacht Asien – Asia 2030 Die Weltwirtschaft steht vor einer Zeitenwende: Asien ist dabei, endgültig die Vorherrschaft im globalen Wettbewerb zu übernehmen. Der Kontinent, auf dem über die Hälfte aller Menschen lebt, setzt sich als Technologiechampion an die Spitze - flankiert von den neuen Seidenstraßen, einem der ehrgeizigsten Infrastrukturprogramme in der Geschichte der Menschheit. Der Asienexperte Karl Pilny führt uns in das Innere dieses neuen Wirtschaftswunders und erläutert, wer die neuen Mächte in Asien sind. Welche Allianzen und Rivalitäten gibt es? Welche Konflikte kommen auf uns zu? Wo entstehen neue Märkte, was sind die langfristigen Megatrends in Sachen Handel und Konsum, Demografie und Urbanisierung? Erschienen und erhältlich ist das Buch beim Campus Verlag. 3 SAT-Interview zum Buch ASIA 2030 & more auf der Frankfurter Buchmesse – http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76430

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news-4 Fri, 12 Oct 2018 15:21:04 +0200 Anja Barlen-Herbig Buchautor und Asienexperte Dr. Karl Pilny im Interview https://vonb.de/blog/artikel/buchautor-und-asienexperte-dr-karl-pilny-im-interview.html Vor wenigen Tagen hat er sein neues Buch vorgestellt: Asia 2030. Pilnys Fazit ist anschaulich und belegt: Es entsteht eine multipolare Welt, in der schon bald vier der fünf mächtigsten und reichsten Länder asiatische Länder sein werden. Er gilt als einer der profundesten deutschen Asienkenner: Dr. Karl Pilny ist seit mehr als 30 Jahren in Asien aktiv. Der Wirtschaftsanwalt und Finanzexperte hat mehrere Bücher veröffentlicht, in denen die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Asien-Pazifik-Region im Fokus steht. In einem Interview erklärt er vor ein paar Monaten, welche Chancen er für deutsche Mittelständler in China sieht. Wir finden seine Aussagen sind topaktuell! Herr Dr. Pilny, Sie sind ausgewiesener Asienexperte – seit 1980 sind Sie auf dem Kontinent unterwegs. Viele geschäftliche Reisen haben Sie auch nach China geführt. Wie ist Ihre Einschätzung zu den aktuellen Reformbestrebungen des Landes?

Dr. Pilny: Die Entwicklung ist absolut positiv. Ich überblicke einen relativ großen Zeithorizont und was sich in den letzten 30 Jahren in China getan hat, ist enorm. Sowohl die wirtschaftliche Entwicklung als auch der Anstieg des Lebensstandards. Als ich in den 1980er Jahren durch die Straßen von Shanghai spazierte, wurden die Straßen bestimmt vom einheitlichen Blau der Mao-Jacken. Nur ganz vereinzelt sah man mal einen lilafarbenen Pullover in der Menge. Farbunterschiede in der Kleidung galten damals als Statussymbol. Nur die Reichen konnten sich bunte Kleidung leisten. Heute ist ganz China bunt. Der Wohlstand der Chinesen hat sich rapide entwickelt. Wie eigentlich alles in China. Als ich Silvester 1994/95 von meinem Büro in Shanghai auf Pudong blickte sah ich eine Sumpflandschaft. Heute ist Pudong eine gigantische Wirtschaftsmetropole mit Flughäfen und weltberühmten Wolkenkratzern. Wenn man bedenkt, wann in Deutschland mit dem Bau des Berliner Flughafens begonnen wurde, sieht man wie beachtlich die Leistung der Chinesen ist. Die chinesische Führung erhält dafür meines Erachtens viel zu wenig Credits. Sie verfolgt eine langfristige Kontinuität und Stabilität und hält damit das Land zusammen. Dafür sollten wir dankbar sein. Diese Leistung wird in Europa oft unterschätzt.

Viele deutsche Unternehmen blicken vor allem auf die niedrigeren Wachstumsraten. Wie sehen Sie die Chancen für deutsche Unternehmen, auf dem chinesischen Markt aktiv zu werden – vor allem für deutsche Mittelständler?

Dr. Pilny: China will wieder an die Weltspitze und das wird es ohne Zweifel auch schaffen. Man muss Ereignisse immer ins Große und Ganze einordnen. Immobilienblase, niedrige Wachstumsraten ... ich sehe das als Wellengekräusel, denn die Gesamtentwicklung ist enorm positiv. Ich kann nur jedem Unternehmer raten, die Chance der Stunde zu nutzen. Die Deutschen sind die prädestinierten Kooperationspartner für China und die Produktionskosten in China sind trotz steigender Löhne immer noch ein Vorteil. Ich sehe drei Märkte für gemeinsame Produkte: den chinesischen Markt, den gesamten asiatischen Markt und Re-Importe nach Europa. Viele deutsche Unternehmen blicken nach wie vor - wenn überhaupt - auf China nur im Export-Modus. Ich sehe die Chance eher darin, ein neues Innovationsbewusstsein zu schaffen und gemeinsam den chinesischen, den asiatischen und den deutschen Markt aufzurollen. Der Schutz von deutschem Know-how ist ein vieldiskutiertes Thema.

Wie bewerten Sie die aktuelle Diskussion um Übernahmen und „Einkaufstouren“ chinesischer Investoren in Deutschland?

Dr. Pilny: Ich kann die Diskussionen verstehen – natürlich muss eine Regierung ihre Kronjuwelen sichern, das machen andere Länder auch. Deutschland ist da sehr liberal. Aber es ist nicht zielführend , immer nur den anderen einen Vorwurf zu machen. Viele KMUs sind blauäugig und gehen fahrlässig mit ihren Juwelen um. Ich kann nur jedem Unternehmer raten seine Patenrechte in Deutschland zu behalten und in China zusätzlich registrieren zu lassen. Oft wird das Geld gespart. Ja, es wird mitunter  Technologie abgekupfert – doch dies ist kein rein chinesisches Phänomen, es gibt einige Länder, die das betrifft zum Beispiel auch Indien. Es gibt einen Trend, der sich beobachten lässt: Je mehr Geld ein Land mit Innovationen verdient, umso mehr ist es auf deren Schutz bedacht. In China zeichnet sich dieser Trend bereits ab. Man unterschätzt die kreative Dynamik, die das Land besitzt. Inzwischen kommen Innovationen auch schon aus China – und China ist in der Lage sich Technologien zu holen und etwas Kreatives daraus zu machen.

Deutsche Mittelständler sollte also die Gunst der Stunde nutzen...

Dr. Pilny: Absolut. Es hat sich gerade ein historisches Zeitfenster geöffnet, in dem unsere Technologien gefragt sind. Wir müssen jetzt die Gunst der Stunde nutzen, um gemeinsam Bestehendes zu entwickeln, Neues zu schaffen und gemeinsam Neues weiterzuentwickeln. Es gibt eine Studie, die besagt, dass bei drei Viertel der Hidden Champions in den kommenden fünf bis sieben Jahren die Patente auslaufen...dann wird sich das Fenster voraussichtlich wieder schließen.

Welche konkreten Branchen können Sie deutschen Unternehmern empfehlen?

Dr. Pilny: Es sind verschiedene Branchen, bei denen es sich lohnt, zu investieren – unter anderem Umwelttechnologie, Robotik, Maschinen- und Anlagenbau. Eine gute Orientierung bietet der 13. Fünf-Jahresplan der chinesischen Regierung. Da kann man erkennen, wo es lang geht. Die chinesische Regierung betreibt eine pragmatische Wirtschaftspolitik. Die langfristig gesetzten Ziele werden umgesetzt. Die definierten Branchen werden vorangetrieben. Weil China von einem rastlosen Aufholprozess angetrieben wird, jede Chance nutzt und immer schnell reagiert, um voranzukommen, erscheint uns manches in China sehr kurzfristig gedacht. Doch davor warne ich: China denkt kulturell langfristig und wird die gesteckten Ziele erreichen. Im Fünf-Jahresplan sind die Leitthemen der nächsten Jahre fixiert.

Worauf muss ein deutscher Mittelständler achten, wenn er sein Unternehmen auf den chinesischen Markt ausweiten möchte? Können Sie zwei, drei Tipps geben?

Dr. Pilny: Ich kann nur jedem Unternehmer raten, sich intensiv mit China auseinanderzusetzen. Wir reden nicht über einen einheitlichen Markt, sondern über unglaublich vielfältige Märkte, auf denen 800 Millionen Käufer warten. Man muss sich intensiv mit dem Land auseinandersetzen – dies sollte in jedem Unternehmen Chefsache sein. Das A und O ist ein verlässlicher chinesischer Partner, mit dem man gemeinsam etwas aufbauen kann. Er muss über ein Netzwerk verfügen und die Märkte kennen. Eine Ansiedlung gelingt nicht von heute auf morgen, aber wenn man einen guten Partner an der Seite hat, um einiges schneller.

Vielen Dank für das Gespräch.

Abdruck honorarfrei – die Verwendung der Fotos ist frei für journalistische Zwecke zur Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Inhalt der Pressemitteilung bei Nennung der Quelle. Bitte schicken Sie uns ein Belegexemplar. Das Interview führte Anja Barlen-Herbig.

 
 

 

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news-3 Fri, 12 Oct 2018 14:39:37 +0200 Anja Barlen-Herbig Sino German Hi-Tech Park – Hintergründe und Angebotsportfolio www.sghtp.de https://vonb.de/blog/artikel/sino-german-hi-tech-park-hintergruende-und-angebotsportfolio-wwwsghtpde.html Brücke zwischen Deutschland und China – mit dem Sino German Hi-Tech Park (SGHTP) entsteht in der Mitte Europas ein einzigartiges Innovations- und Wissenschaftszentrum. Wissenschaftler und Unternehmer aus China und Deutschland kommen im Hi-Tech Park Heidelberg zusammen, um gemeinsam zu forschen, zukunftsfähige Produkte zu entwickeln und erfolgreiche Joint-Ventures auf den Weg zu bringen.  Die neue Website des SGHTP ging in dieser Woche online – www.sghtp.de

Deutsch-chinesischer Technologiepark

Als erster deutsch-chinesischer Technologiepark in den Bereichen Life Science, E-Mobility, Smart Factory, Smart City, Umwelttechnologie und Ausbildung wird der Hi-Tech Park internationale Unternehmen, Universitäten sowie Forschungs- und Entwicklungszentren umfassen. Durch seine Positionierung in der Metropolregion Rhein-Neckar ist er eingebunden in ein Cluster aus internationaler Spitzenforschung und weltweit erfolgreicher Wirtschaftskonzerne. Im Mittelpunkt stehen die innovative Entwicklung und Förderung unternehmerischer Aktivitäten im Rahmen der Zukunftsstrategien „Industrie 4.0“ und „Made in China 2025“. Deutschland und China haben 2014 eine Innovationspartnerschaft vereinbart – Ziel ist, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren und in Kooperation zukunftsweisende Technologien voranzutreiben. Deutsche Wissenschaftsinstitute erhalten im SGHTP die Möglichkeit kompetente, finanzstarke Forschungspartner zu finden und gemeinsam mit ihnen die Absatzmärkte in Asien zu erschließen. Chinesische Industriezonen und Hightech-Unternehmen können direkt in Deutschland geeignete Kooperationspartner finden.

TechTower - Kooperationsplattform

Betreiber und Investor des Technologieparks ist die Sino German Hi-Tech Park GmbH & Co. KG, eine deutsch-chinesische Investment- und Entwicklungsgesellschaft mit Sitz in Heidelberg. Sie ist Schnittstelle zwischen Deutschland und China und bietet in Heidelberg zwei Plattformen für bilaterale Kooperationen an: Das „GERMAN OFFSHORE CENTER“ für bis zu 20 chinesische Wirtschaftszonen und Hightech-Unternehmen sowie den „CHINA GATEWAY CENTER “ für deutsche Unternehmen und wissenschaftliche Institutionen. Beide Plattformen befinden sich in der Konzernzentrale, dem „TechTower“, einem 18-stöckigen Gebäude mit mehr als 10.000 Quadratmeter Bürofläche in Heidelberg. Ab 2019 wird auf den Konversionsflächen der „Patton Barracks“ mit der zweiten Stufe des Technologieparks begonnen: Auf dem Gelände des Heidelberger Innovation Parks (HIP) wird ein Innovationscampus für etablierte Unternehmen mit Laboren, modernen Büroflächen und Produktionsgebäuden von insgesamt rund 60.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen.

Inkubator für Startups

Des Weiteren wird in den nächsten Jahren eine gewerbliche Fläche von 40.000 Quadratmetern als Inkubator für Startups entwickelt – basierend auf dem ganzheitlichen Konzept „Co-Working & Co-Living“. In China ist langfristig der Aufbau mehrerer Sino-German Hi-Tech Parks als Brückenkopf zum Technologiepark in Deutschland geplant. Deutsche Unternehmer und Institutionen haben die Option, sich dort anzusiedeln und den chinesischen Markt zu erschließen.

 

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news-2 Fri, 12 Oct 2018 14:14:43 +0200 Anja Barlen-Herbig „Gemeinsam zukunftsfähige Produkte entwickeln“ https://vonb.de/blog/artikel/gemeinsam-zukunftsfaehige-produkte-entwickeln.html In Heidelberg entsteht der erste deutsch-chinesische Technologiepark: der Sino German Hi-Tech Park (SGHTP). Smart Factory, IT, Artifizielle Intelligenz und Life Sciences stehen im Fokus. Der SGHTP wird internationale Unternehmen, Universitäten sowie Forschungs- und Entwicklungszentren umfassen. Initiator und Geschäftsführer der Sino German Hi-Tech Park GmbH & Co. KG ist der deutsch-chinesische Unternehmer Prof. Dr. Sompo Chou. Er ist in Deutschland aufgewachsen und studierte in Bonn Volkswirtschaft. In Peking und an der Universität Bayreuth lehrte er als Professor und schrieb mehrere Bücher – unter anderem über strategisches Management über kulturelle Grenzen hinweg. Im Interview erklärt Prof. Dr. Chou, welche Chancen Kooperationen zwischen Deutschland und China bieten und warum er sich gerade für Heidelberg als Standort entschieden hat. Herr Prof. Dr. Chou, mit dem Sino German Hi-Tech Park entsteht in Heidelberg ein einzigartiges Innovations- und Wissenschaftszentrum. Was ist Ihre Motivation für ein so ehrgeiziges Projekt?

Der Sino German Hi-Tech Park soll eine Brücke zwischen Kulturen sein – Wissenschaftler und Unternehmer aus China und Deutschland sollen im Hi Tech Park zusammenkommen, gemeinsam forschen und zukunftsfähige Produkte entwickeln. Jede Seite hat wertvolles Know-how, wenn man die Stärken beider Länder zusammenbringt, können alle Beteiligten gewinnen. Wir planen, namhafte Wissenschaftszentren beider Länder mit hochtechnologiebasierten Unternehmen zu einem einzigartigen deutsch-chinesischen Gründer-, Entwicklungs- und Innovationzentrum zu vereinigen. Beide Kulturen sollen sich im Hi-Tech Park zuhause fühlen und aus der Stärke heraus, gemeinsame Kooperationen und Joint Ventures anstoßen.

„China goes global“ ist erklärte Zielrichtung für die chinesische Wirtschaft. Auf der Suche nach Märkten strömen zunehmend mehr chinesische Unternehmer ins Ausland. Der SGHTP ist der erste Hightech-Park chinesischer Investoren im Ausland. Welche Chancen sehen Sie?

Ich sehe Chancen für Deutschland wie für China. Im Mittelpunkt stehen innovative Entwicklung und Förderung unternehmerischer Aktivitäten im Rahmen der vereinbarten Innovationspartnerschaft zwischen Deutschland und China. Ziel ist, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu intensivieren und in Kooperation zukunftsweisende Technologien voranzutreiben. Mit dem Sino German Hi-Tech Park möchte ich ein Vorzeigemodell schaffen, für gelungene Integration und erfolgreiche Kooperationen zwischen Deutschland und China. Wir fördern konkret die Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklungen deutsch-chinesischer Unternehmen oder Projekte. Der Fokus liegt auf allen technologiegetriebenen Bereichen der Wirtschaft, insbesondere aber auf den Schwerpunkten Industrie 4.0, Elektromobilität und Life Sciences.

In der Konzernzentrale im TechTower, dem 18-stöckigen Bürogebäude auf dem Heidelberger Königstuhl, gibt es ein „German Offshore Center“ und ein „China Gateway Center“. Was genau hat man sich darunter vorzustellen?

Das sind zwei unserer Plattformen für bilaterale Kooperationen: Im „German Offshore Center“ werden sich bis zu 20 chinesische Wirtschaftszonen und zahlreiche Hightech-Unternehmen ansiedeln. Wir stellen die Büroflächen und Personal zur Verfügung, vermitteln Experten, begleiten den gesamten Prozess des Markteinstiegs, finden Kooperationspartner und unterstützen bei der Gründung von Joint-Ventures. Mit den stärksten Wirtschaftszonen Chinas wie der aus Guangzhou, Tianjing, Shengyang usw. sowie Chinas führenden Technologie-Entwicklungskonglomerat  Zhongguancun Development Group sind bereits verschiedene Partner aktiv im TechTower.

Mit dem „China Gateway Center“ richten wir uns an deutsche Unternehmen und wissenschaftliche Institute, die chinesische Partner suchen und Interesse am chinesischen Markt haben. Sie können ebenfalls Büroflächen anmieten und unsere kompletten Service-Pakete nutzen. In China ist darüber hinaus langfristig der Aufbau mehrerer Sino German Hi-Tech Parks als Brückenkopf zum Technologiepark in Deutschland geplant. Deutsche Unternehmer und Institutionen haben die Option, sich dort anzusiedeln und den chinesischen Markt zu erschließen.

Herzstück des Sino-German Hi Tech Park sind die Konversionsflächen auf dem Gelände der Patton Barracks. Was ist dort in Planung?

2019 werden wir auf den Konversionsflächen der „Patton Barracks“ mit der zweiten Stufe des Technologieparks beginnen: Auf dem Gelände des Heidelberger Innovation Parks (HIP) wird ein Innovationscampus für etablierte Unternehmen mit Laboren, modernen Büroflächen und Produktionsgebäuden von insgesamt rund 60.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Internationale Köpfe sollen hier an Lösungen und Produkten für die Zukunft arbeiten. Hier soll ein kreatives wissenschaftlich-wirtschaftliches Ecosystem mit entsprechender Infrastruktur und Serviceangeboten entstehen, das Raum für neue Produkt- und Dienstleistungsentwicklungen bietet. In einigen Bereichen der Digitalisierung ist China inzwischen Vorreiter. Deutschland wiederum liegt vorn bei Industrie 4.0 – da werden sich spannende Kooperationen ergeben.

Haben Sie bei Ihren Aktivitäten auch junge Start-ups im Fokus?

Start-ups brauchen einen eigenen Kosmos, um sich entfalten und kreativ sein zu können. Wir werden daher für Start-ups ab 2022 auf 40.000 Quadratmetern einen Inkubator entwickeln – basierend auf dem ganzheitlichen Konzept „Co-Working & Co-Living“.

Stichwort: Cross-Culture. Sie sehen sich als Vermittler zwischen den Kulturen. Wie wollen Sie die doch recht großen kulturellen Unterschiede zwischen Deutschen und Chinesen zueinander bringen?

Wir verfügen im Cross Culture Management über viel Erfahrung und hervorragende Kontakte. Ich habe dazu in China bereits zwei wissenschaftliche Bücher veröffentlicht. Wir schaffen sowohl im TechTower wie auch später in den Patton Barrack Raum für Begegnungen und den deutsch-chinesischen Austausch. Das urban gestaltete Konzept sieht verschiedene Räumlichkeiten und Einrichtungen sowie Cross-Culture Treffpunkte vor. Wir veranstalten interessante Foren und Events, bei denen die Kulturen zusammenkommen, organisieren Unternehmerreisen nach China, empfangen viele Unternehmerdelegationen in Deutschland und bilden so eine einzigartige Begegnungsstätte für Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen.

Mit der innovativen Idee des Sino German Hi-Tech Parks hätten Sie sich überall in Deutschland ansiedeln können. Warum fiel Ihre Wahl gerade auf Heidelberg?

Auf der deutschen Landkarte sticht eine 170 Kilometer lange Hochtechnologieregion zwischen Frankfurt und Karlsruhe hervor. Große und führende Industrien, exzellente Universitäten und Deutschlands größter Flughafen sind vereint mit einer hervorragenden Landschaft und viel Lebensqualität. Heidelberg liegt nicht nur im Zentrum dieser Region, sondern gilt aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Tradition und den 57 Nobelpreisträgern als die Stadt der Wissenschaft. Die Möglichkeit, hier in zentraler Lage unsere Projekte zu starten, ist ein Glücksfall.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Anja Barlen-Herbig

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news-6 Mon, 08 Oct 2018 16:11:00 +0200 Anja Barlen-Herbig Buchtipp: Chinas Bosse - Reporter, Autor, China-Experte Wolfgang Hirn https://vonb.de/blog/artikel/buchtipp-chinas-bosse-reporter-autor-china-experte-wolfgang-hirn.html Wer steckt hinter den Unternehmensgiganten aus China? Sie erobern die Weltmärkte, positionieren China als digitale Supermacht und prägen die entscheidenden Zukunftsindustrien. Gleichwohl wissen wir fast nichts über sie. Wie ticken Chinas Bosse? Wer steckt hinter den immer mächtigeren und aggressiven Unternehmensgiganten? Was sind das für Leute, die in Frankreich Weinberge und in Europa Fußballvereine oder Immobilien kaufen? Was passiert, nachdem sie bei deutschen Unternehmen, Banken, Flughäfen eingestiegen sind? Der renommierte Chinaexperte Wolfgang Hirn hat beste Verbindungen und recherchiert regelmäßig vor Ort. Er liefert einen einzigartigen Einblick ins Zentrum des chinesischen Wirtschaftsmodells und porträtiert die Macher und ihre Strategien. Wolfgang Hirn gibt Chinas "unbekannten Giganten" in seinem Buch ein Gesicht. Mit zahlreichen Unternehmensbeispielen, unter anderem von: - Haier, HNA, Huawei und andere - Chinas große Privatkonzerne - die Internetgiganten Alibaba und Tencent - Angriff auf Facebook, Google und andere.

"In CHINAS BOSSE beschreibe ich Chinas Unternehmen, unsere unbekannten Konkurrenten. Sie erobern die Weltmärkte, positionieren China als digitale Supermacht und prägen die entscheidenden Zukunftsindustrien. Gleichwohl wissen wir fast nichts über sie. Wer ist zum Beispiel Li Shufu, dessen Unternehmen Geely sich gerade an Daimler beteiligt hat. Wir kennen weder Namen von Managern noch von Unternehmen. In dem Buch gebe ich Chinas unbekannten Giganten ein Gesicht, indem ich die Macher und ihre Strategien beschreibe." Wolfgang Hirn

Campus Verlag, 284 Seiten, 26 Euro. Auch als E-Book erhältlich.

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news-1 Tue, 07 Aug 2018 13:28:03 +0200 Anja Barlen-Herbig Moodmarketing – Was nützt das schönste Model, wenn es nach Achselschweiß riecht? https://vonb.de/blog/artikel/moodmarketing-was-nuetzt-das-schoenste-model-wenn-es-nach-achselschweiss-riecht.html Sechs Prozent Umsatzsteigerung versprechen Duftmarketing-Anbieter ihren Kunden - in der Praxis ist aber Vorsicht beim Einduften der Konsumenten angebracht. Zu viel wirkt abschreckend. Zu viel Brotgeruch wirkt beispielsweise sättigend und starke synthetische Duftstoffe wirken abstoßend. Duftmarketing kommt zum Einsatz, um die jeweilige Zielgruppe durch einen angenehmen Erstgeruch zum Verweilen zu bewegen. Denn: Wer länger bleibt, kauft auch mehr. Welches Aroma es sein darf, hängt von der Zielgruppe ab. Jens Barwinske ist Spezialist für Mood Marketing. Er hat sich auf Mood Management spezialisiert und ist Experte für Duftmarketing. In der Praxis wird eine Duft-Komposition aus 200 bis 300 Düften kreiert. Die Wünsche seiner Kunden sind dabei teils kurios – sie reichen von „Schweinsbraten” bis hin zu „es soll duften wie Licht”. Duftmarketingexperte Jens Barwinske im Interview Bunt, laut, schrill: Werbung und Marketing sind in der Regel ein Fall für Augen und Ohren. Sie setzen Düfte als Marketingmittel ein. Welchen Vorteil hat Duft gegenüber anderen Mitteln, um Aufmerksamkeit zu erzeugen?

    Duft rundet den jeweiligen Auftritt ab. Weiterhin ist die Optik dominierend, aber was nützt das schönste Model, wenn es nach Achselschweiß riechen würde? Also unterstützen wir mit Duft Atmosphären, so dass man Unternehmen oder den POS auch gut riechen kann. Duft erzeugt dabei direkt Bilder und wirkt emotional. Aber keine Angst. Das hypnotische, willenlose Einkaufen funktioniert nicht so, wie oft befürchtet. Allerdings fühlen wir uns in einer gut duftenden Atmosphäre wohler und so kommt es zu einer besseren Beurteilung von Unternehmen oder Waren. Man könnte sagen, die olfaktorische Stilberatung  ist jetzt nicht nur für Menschen, sondern auch für Unternehmen legitim. Dabei helfen wir.

Viele Menschen verbinden einen Duft mit Erinnerungen aus ihrer Kindheit oder einer anderen Lebensphase. Wie nutzen Sie diesen Effekt?

    Dieser Effekt ist zwar da, wird aber am meisten therapeutisch genutzt. Natürlich können Weihnachtsgewürze uns zurück zu  vergangenen Festtagen führen. Dann laufen Erinnerungen wie ein innerer Film ab. Oft aber sind die nötigen Duftstoffe sehr spezifisch und wenn sie nicht gerade etwas mit Nahrung zu tun haben, wie zum Beispiel das alte Klassenzimmer mit Holzbank, Kreidetafel und dem Geruch von Tinte aus dem Schulfüller – dann sind sie Kompositionen eines Parfumeurs und somit Sonderkompositionen. Wir überschreiben gelernte Düfte auch oft mit neuen Erfahrungen. Daher versucht das Marketing heute eher neue Verknüpfungen über Bild, Sound und Duft zu bilden, als Erinnerungsgerüche nachzustellen. Sie selbst kennen noch den berühmten Penatenduft aus der Kindheit, aber eine jetzt zwanzigjährige Mutter kombiniert schon andere Düfte zum Thema Baby Frau Barlen-Herbig ;-)))

Gibt es einen Duft, der bei allen Menschen gut ankommt?

    Das kommt natürlich auf das Thema an. Generell haben aber Citrusdüfte eine sehr hohe Akzeptanz. Inzwischen auch nicht mehr alle, denn viele wurden schon in Weichspülern und Reinigungsmitteln missbraucht. Aber ein Blutorangenduft kommt beispielsweise bei vielen gut an. Man spricht hier von ca. 90 Prozent. Einen generell positiven Duft wie in dem Roman „Das Parfum“  (Armor und Psyche) gibt es so aber nicht. Das kommt immer auf das Thema  und das Zusammenspiel mit den anderen Sinnen an. Selbst die Versuche Pheromone in die Parfums einzubauen, hat nur  umstrittenen Erfolg.  

 Und auf welchen Duft reagieren viele ablehnend?

    Ablehnend sind wir natürlich gegenüber Übelgerüchen wie z.B. Rauch, Fäkalien, Benzin  und Abfall . Auch werden viele Billigduftkompositionen immer häufiger abgelehnt. Die gute Nachricht ist, dass wir inzwischen sehr viele Gerüche mit natürlichen Mitteln beseitigen können. Da kommen die Enkel dann die Oma im Seniorenheim wieder öfter besuchen, weil es nicht mehr nach Pippi riecht. Hier gilt für die Beduftung die gleiche Regel wie im Alltag: Bevor man sich parfümiert, sollte man sich waschen. Daher werden inzwischen häufig  Luftreinigungen  installiert, diese gehen einer guten Beduftung oft voraus. Der Wunsch nach angenehmer Luftatmosphäre macht eine sehr gute Entwicklung und erzeugt auch schon Wohlbefinden.

Sie haben einmal die Idee der „duftenden Website“ entwickelt – werden Gerüche irgendwann einmal auch durch Fernseher, Telefon und Computer verbreitet werden?

    Solche Meldungen gibt es immer wieder. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten sollte man ja wohl auch nie „nie“ sagen… aber im Gegensatz zu Optik und Akustik haben wir es hier mit einer komplexen chemischen Struktur zu tun. Daher wird eine rein elektronische Übermittlung nicht möglich sein. Auch das Identifizieren von Düften erfolgt im Riechorgan über eine unzählig große Anzahl von elektrischen Impulsen. Diese ist mit den jetzigen Mitteln nicht reproduzierbar. Alles, was bisher entwickelt wurde braucht Trägermaterialien für die Düfte und Impulse, um sie freizusetzen. Auch unsere duftende Homepage funktioniert sehr charmant auf  einem ähnlichen Prinzip.

Herr Barwinske, vielen Dank für das Gespräch!

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