Social-Media-Trends Deutschland 2021

Nostalgie

Nostalgie-Marketing, das an positive Emotionen anknüpft, erlebt einen Aufschwung – wie auch schon während der Rezession am Ende der 2010er Jahre. Durch das Erinnern an vermeintlich bessere Zeiten können sich Menschen von aktuellen Problemen ablenken. Mit Nostalgie-Marketing können Unternehmen an diese positiven Erinnerungen anknüpfen und sie mit der eigenen Marke verbinden.
››› Was bedeutet das für 2021? Nostalgische Werbebotschaften werden 2021 boomen. Ob Neuauflage alter Produkte oder Reaktivierung früherer Spots und Slogans: Für Unternehmen gibt es viele Möglichkeiten, an die „guten alten Zeiten“ zu erinnern. Dabei muss aber beachtet werden, dass nostalgische Werbebotschaften immer nur für eine bestimmte Generation funktionieren und Zielgruppen daher genau segmentiert werden müssen.

Remixing

Unternehmen setzen bereits lange auf User-Generated-Content, um ihre Zielgruppe zu aktivieren und Interaktionen mit der Marke anzuregen. Durch die wachsende Popularität von Tiktok und den Launch von Instagram Reels ist ein Format von User-Generated-Content besonders populär geworden: Remixe. Damit können Nutzer mit bereits vorhandenem Material eigene Inhalte erstellen.
››› Was bedeutet das für 2021? Unternehmen können ihrer Zielgruppe immer kreativere Möglichkeiten bieten, mit der Marke zu interagieren und eigene Ideen umzusetzen. Durch die Bereitstellung von Vorlagen und Tools lassen sich die eigenen Fans aktivieren und zu Markenbotschaftern machen.

Conversational Marketing

Marketing ist schon lange keine Einbahnstraße mehr. Statt einfach nur Werbebotschaften abzusetzen, ist Kommunikation verlangt. Unternehmen müssen nahbarer werden und eine Beziehung zu ihrer Zielgruppe aufbauen.
››› Was bedeutet das für 2021? Persönliche Botschaften und offene Kommunikation werden weiter an Bedeutung gewinnen. Reichweite tritt dabei immer mehr in den Hintergrund und die Beziehung zwischen Zielgruppe und Marke wird wichtiger. Das erfordert beispielsweise auch, Marketing und Kundenservice enger zu verzahnen.

Sozial bewusste Communities

Kein Trend zeigt sich so deutlich wie der immer größer werdende soziale Anspruch von Nutzern und Nutzerinnen. Themen wie Umweltschutz, Inklusion und soziale Gerechtigkeit werden immer wichtiger. Gleichzeitig steigt der Anspruch an Marken, sich ebenfalls mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Marketing mit Haltung wird immer relevanter, darf aber kein bloßes Lippenbekenntnis sein.
››› Was bedeutet das für 2021? Marken müssen sich zukünftig neu positionieren und soziale Themen nicht nur aufgreifen, sondern diese auch fest und ehrlich in ihr Unternehmensleitbild integrieren. Mut wird hierbei belohnt.

Memes

Memes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in der Online-Kommunikation. Gerade während der Pandemie bieten sie Unterhaltung und Ablenkung. Sie können allerdings auch dazu genutzt werden, Falschinformationen zu streuen oder Denkweisen negativ zu beeinflussen. Richtig angewendet jedoch können Memes die Markenkommunikation auflockern und die Kreativität der Community befeuern.
››› Was bedeutet das für 2021? Memes halten auch in der Markenkommunikation immer mehr Einzug. Unternehmen sollten sich jedoch gut über die Herkunft und Bedeutung eines Memes informieren und die Verwendung von Memes im Zusammenhang mit ihrer Marke beobachten.

Old-School Marketing

Marketing-Trends kommen und gehen. In Zeiten großer Unsicherheit sehnen sich die Menschen nach bekannten und verlässlichen Inhalten. Vor allem das wachsende Bedürfnis nach Informationen befeuert Infotainment-Formate wie Newsletter und Podcasts.
››› Was bedeutet das für 2021? Marken sollten sich 2021 noch mehr darauf konzentrieren, die Informationen bereitzustellen, die ihre Zielgruppe wirklich braucht. Dabei kommt es vor allem auf die Art und den Umfang der Inhalte, nicht auf deren Form an. Marketer müssen also nicht das Rad neu erfinden. Sie können auf altbewährte Marketinginstrumente zurückgreifen und sie dem gestiegenen Informationsbedürfnis anpassen.

Fake News

Seit Februar 2020 ist ein drastischer Anstieg der Erwähnung von Begriffen wie „Fake News“, „Fehlinformationen“ oder „Verschwörungstheorie“ zu beobachten. Corona wirkte wie ein Katalysator und es wurde zunehmend schwieriger, verlässliche Quellen zu identifizieren. Die großen Plattformen haben ihren Kampf gegen Fake News verstärkt und setzen dabei auf Information und Kontext.
››› Was bedeutet das für 2021? Facebook, Twitter und Co. werden ihren Kampf gegen Fehlinformationen weiter vorantreiben. Für Werbetreibende ist es daher besonders wichtig, Inhalte mit Bedacht zu teilen und sich als transparente Marke zu etablieren.